Zweisprachigkeit


Zunehmend mehr Kinder wachsen heute zweisprachig auf. Fachleute empfehlen zwei Möglichkeiten der zweisprachigen Erziehung:

  • Vater und Mutter kommen ursprünglich aus einem anderen Land (Migration) und sprechen zuhause in der Muttersprache. In der Öffentlichkeit (Einkauf, Spielplatz, Kindergarten, Freunde) wird die jeweilige Landessprache gesprochen.

  • Ein Elternteil ist anderssprachig und spricht mit dem Kind nahezu ausschließlich in dessen Muttersprache. Der andere Elternteil spricht die jeweilige Muttersprache. Es gibt eine Familiensprache (egal welche).

Das zweisprachige Aufwachsen stellt an die Kinder eine besondere Anforderung beim Spracherwerb. In manchen Fällen verzögert sich die Sprachentwicklung der Kleinen etwas. Dann wird häufig der Begriff „doppelte Halbsprachigkeit“ verwendet. Diese beschreibt, dass zweisprachig aufwachsende Kinder gefährdet sein können, weder die Erst- noch die Zweitsprache altersentsprechend zu erwerben. In diesem Fall kann es zu Beeinträchtigungen in Wortschatz und Grammatik kommen. Die meisten Kinder jedoch können mit dem parallelem Erlernen von zwei Sprachen gut umgehen und sind befähigt, beide Sprachen zu unterscheiden. Zweisprachiges Aufwachsen fördert die interkulturelle Kompetenz. Auch werden sprachliches und kulturelles Selbstbewusstsein ausgebildet.