Merkmale einer guten Krippe


Wichtig für die Entwicklung von Kindern ist eine vom entwicklungspsychologischen Standpunkt vernünftige, das heißt altersentsprechende Versorgung. Für den Krippenbereich heißt das psychologisch vernünftig.

  • Kinder sind angewiesen auf konstante Betreuungspersonen und Gruppen (um Kontinuität zu gewährleisten, bieten sich altersgemischte Gruppen an, die sowohl das Krippenalter als auch das Kindergartenalter umfassen).

  • Es müssen ein niedriger Betreuungsschlüssel und eine kleine Gruppengröße garantiert werden. Als Faustregel für das Verhältnis Anzahl der Kinder pro Betreuer kann gelten: für Kinder unter 18 Monaten ein Betreuerschlüssel von höchstens 4:1, für Kinder bis zu zwei Jahren 5:1, für Kinder zwischen zwei und drei Jahren 8:1, für Kinder zwischen drei und vier Jahren 10:1. Unabhängig von diesem Betreuerschlüssel ist es für alle Kinder vorteilhafter, in einer kleinen Gruppe betreut zu werden. Es ist also besser, wenn eine Gruppe von fünf Kindern von einem/einer Erzieher/in betreut wird, als wenn zehn Kinder von drei Erzieher/innen betreut werden.

  • Besonders wichtig ist die Qualität der Betreuung. Kleine Kinder – und nicht nur diese – brauchen Menschen, die herzlich und liebevoll mit ihnen umgehen, die es verstehen, sie altersgerecht anzuregen, in ihren Gefühlen anzunehmen und aufzufangen, und die mit ihnen sprechen und spielen.

  • Zu den Kriterien, mit denen Eltern die Qualität einer Betreuung bestimmen können, gehört auch die Ausstattung der Räume. Altersgerecht sind ausreichend große Räume mit vielen Rückzugsmöglichkeiten, Platz zum Entdecken und Erkunden und entwicklungsgerechte Spielangebote.

 



Quelle: "Handbuch Kinder", Stiftung Warentest, Rose Riecke-Niklewski und Günter Niklewski