Kinderkrippe


Quelle: www.pixelquelle.deUntersuchungen zum Bindungsverhalten von Kindern mit und ohne Krippenbetreuung haben bisher noch keine eindeutigen Ergebnisse erbracht. Bei der Mehrzahl solcher Untersuchungen jedoch zeigten die meisten Kinder, die zusätzlich fremdbetreut wurden, ein ebenso sicheres Bindungsverhalten wie reine „Familienkinder“. Die Unsicherheiten in der Beurteilung, ob und inwieweit frühe Fremdbetreuung Auswirkungen auf das Bindungsverhalten hat, betrafen zudem nur Kinder, die vor Ablauf des ersten Lebensjahres eine Krippeneinrichtung besuchten. Vor allem im ersten Lebensjahr kann also eine Krippenbetreuung – dies halten Experten für „wahrscheinlich“-, die nicht den Bedürfnissen eines Säuglings angepasst ist, die emotionale Sicherheit des Babys beeinträchtigen. Denn vor allem Säuglinge, aber auch Kleinkinder empfinden viele, rasch wechselnde Betreuungspersonen als Belastung. Sie reagieren eventuell sofort mit Krankheit und sind dem Risiko ausgesetzt, auch weiterhin nicht ihre Entwicklungsmöglichkeiten ausschöpfen zu können. Deshalb ist für die Versorgung außerhalb der Familie eine beständige Bezugsperson (und Gruppe) absolut notwendig.


Im Allgemeinen sind sich Experten jedoch weitgehend darüber einig, dass Kinder, die nach den ersten 18 Monaten oder später in einer Kindertagesstätte betreut werden, keine Beeinträchtigung ihres Bindungsverhaltens zeigten. Dies gilt natürlich nur für Kinder, deren Eltern auch von Anfang an, seien sie nun den ganzen Tag mit ihren Kindern zusammen oder nicht, regelmäßig und zuverlässig als sicherer Hafen zur Verfügung stehen und die die Erwartung ihrer Kinder erfüllen, angenommen zu sein und bestätigt zu werden.

 

Quelle: "Handbuch Kinder", Stiftung Warentest, Rose Riecke-Niklewski und Günter Niklewski