Erste Hilfe


In jedem Haushalt sollte eine Grundausstattung vorhanden sein, die wenigstens erste Notfallmaßnahmen erlaubt. Im Handel sind auch speziell entwickelte Erste-Hilfe-Sets für Kinder erhältlich - nähere Informationen dazu findet Ihr hier.


Was gehört in eine Notfallausrüstung?
Ein leicht zugänglicher Erste-Hilfe-Kasten, der regelmäßig auf Vollständigkeit überprüft wird, gehört zu einer solchen Grundausstattung. (Er entspricht im allgemeinen der Erste-Hilfe-Tasche, die Sie –wie vorgeschrieben - im Auto haben sollten.) Entnommene Gegenstände müssen Sie immer sofort ersetzen. Bei derartigen Zusammenstellungen dürfen Sie nicht vergessen, spezielle Gegenstände, Materialien und Medikamente, die nur in ihrer Familie erforderlich sind, zusätzlich aufzunehmen. Beispielsweise kann es bei der Neigung eines Kindes zu allergischen Reaktionen notwendig sein, die Erste-Hilfe-Ausstattung durch ein vom Arzt empfohlenes oder verordnetes Arzneimittel zu ergänzen.

  • Mindestens ein Paar Plastikhandschuhe (achten Sie gegebenenfalls auf unterschiedliche Größen)

  • Heftpflaster in verschiedenen Größen, oft sind bei Kindern auch kleine Größen wichtig. Achten Sie auf Pflasterunverträglichkeiten. Statten Sie sich mit hautschonendem Material aus. Wasserdichtes Pflaster ist nicht unbedingt zu empfehlen, oftmals lässt es zuwenig Luft an die Wunde, sie beginnt dann zu nässen und heilt schlecht. Neben abgepackten einzelnen Pflastern ist es sinnvoll, auch längere Streifen zur Verfügung zu haben, von denen die benötigte Größe abgeschnitten werden kann.

  • Sterile Kompressen, 7,5x7,5 cm, einzeln verpackt

  • Sterile Mullbinden verschiedener Breite

  • Elastische Binden unterschiedlicher Breite

  • Dreiecktücher

  • Baumwolltupfer

  • Augenverband

  • Verbandsschere

  • Leukoplast/Leukosilk, schmal und breit

  • Pinzette

  • Splitterpinzette

  • Zeckenentfernungspinzette

  • Fieberthermometer

  • Sicherheitsnadeln verschiedener Größen

  • Alkohol zur Hautreinigung

Wie holen Sie Hilfe?
Sie sind verständlicherweise bei einem Unfall ihres Kindes sehr aufgeregt. Dennoch müssen Sie versuchen, sich zu konzentrieren, um beim Notruf alle wichtigen Informationen weitergeben zu können. Fragen Sie am Ende eines Notrufs aktiv nach, ob die andere Seite noch Informationen benötigt. Die folgende Liste können Sie in Telefonnähe aufbewahren:

  • Nennen Sie deutlich Ihren Namen, Adresse und die Telefonnummer

  • Sagen Sie möglichst exakt, wo Sie sich gerade befinden. Geschah der Unfall zu Hause, nennen Sie die genaue Adresse. Wenn der Unfall unterwegs passiert ist, versuchen Sie eine genaue Ortsbeschreibung zu geben, auf Autobahnen die Fahrtrichtung, den letzten Ort oder die letzte Ausfahrt, die Sie passiert haben

  • Beschreiben Sie genau, was passiert ist

  • Schildern Sie den Zustand Ihres Kindes möglichst genau

  • Beschreiben Sie, was Sie an Erster Hilfe schon geleistet haben

  • Beenden Sie das Gespräch erst, wenn Sie von der Gegenseite dazu aufgefordert werden



 

Quelle: "Handbuch Kinder", Stiftung Warentest, Rose Riecke-Niklewski und Günter Niklewski