Gesundheit


Quelle: www.pixelquelle.deSchnell ein paar Tabletten, einige Löffel Saft oder ein paar Tropfen -  und schon geht es dem kleinen, quengeligen Patienten besser: Diese Vorstellung ist zugegebenermaßen für Eltern verführerisch. Doch auch Kinder merken schnell, dass Medikamente auf eine bequeme Art dafür sorgen, lästige Krankheiten wieder loszuwerden. Um ihnen einen vernünftigen Umgang damit beizubringen, sollten Eltern nicht allzu schnell zu Medikamenten greifen. Gegen viele Krankheiten gibt es auch bewährte Hausmittel.

Das Wichtigste zuerst: Kranke Kinder brauchen Zuwendung. Außerdem ist Ruhe angesagt, wenn Kinder krank sind. Jetzt ist Zeit zum Schmusen und Verwöhnen, zum gemeinsamen Spielen und Reden – Zeit, die heute in vielen Familien fehlt. Appetit haben kranke Kinder nur selten – kein Grund zur Aufregung. Wichtiger ist, dass sie viel trinken. Dazu eignen sich Mineralwasser, verdünnte Obstsäfte oder auch leicht gesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Medikamente für Erwachsene eignen sich grundsätzlich nicht für Kinder. Sie sind zu hoch dosiert, manche Wirkstoffe – wie die Acetylsalicylsäure z.B. in Aspirin – können dem Nachwuchs sogar gefährlich werden: Bekommen Kinder mit fieberhaften Infekten oder Virusinfektionen den Wirkstoff, können sie an dem gefährlichen Reye-Syndrom erkranken, einer akuten Hirnschädigung mit Koma und Leberversagen. Antibiotika helfen bei schweren bakteriellen Infektionen, zum Beispiel einer Lungenentzündung. Sie sind aber nicht bei jeder Erkrankung sinnvoll oder nötig. Generell gilt: Medikamente mit einer Mischung aus pflanzlichen und chemischen Wirkstoffen haben keinen Sinn, da sich ihre Wirkprinzipien grundlegend voneinander unterscheiden. Wenn Beschwerden – auch leichtere – immer wiederkehren, sollte das Kind zum Arzt gebracht werden, Säuglinge noch eher als Kleinkinder.



Entnommen aus dem Buch: Kleinkinder-ÖKO-TEST-Ratgeber, Parthas Verlag, Martina Arnold