Stress/Psychische Belastungen


An der psychischen Belastung können Sie oft selbst etwas verändern. Chronische Stresssituationen durch Arbeitsüberlastung sind schnell identifiziert. Auch Eltern drängen meist unüberhörbar auf Enkelkinder. Im ersten Fall hilft es vielfach, einen "langsameren Gang" einzulegen, auf regelmäßigen Urlaub zu achten und Entspannungstechniken zu trainieren. Ein offenes Gespräch mit der Verwandtschaft kann klären und entlasten. Doch mancher Stress liegt tiefer: hohe Ansprüche an sich selbst, Perfektionismus, unbewusste Ängste vor einer Schwangerschaft und den sich dann ändernden Lebensbedingungen sind hoch wirksame Faktoren, die "im Dunkeln" der Schwangerschaft entgegenarbeiten.


Um diese Belastungen zu erkennen, können Sie vielleicht Hilfe brauchen: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Frauenärztin oder den Mitarbeiterinnen einer Beratungsstelle; auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für kinderlose Frauen und Paare kann durchaus hilfreich sein. Frauen, die sich durch ihren Kinderwunsch großem inneren Druck ausgesetzt sehen, haben manchmal fast vergessen, noch andere Interessen im Leben zu pflegen und quälen sich mit der Enttäuschung. Die Erkenntnis, dass das Leben vielfache schöne Seiten hat, entlastet, entspannt und lässt den Hormonhaushalt zur Ruhe kommen. Oft wird eine Empfängnis dann möglich. Eine der wichtigsten natürlichen Hilfen zum Ausgleich eines gestressten Hormonhaushaltes können Sie sich selbst geben: Ruhe.

Wenn Sie

  • viel schlafen,
  • sich ausgewogen ernähren,
  • sportlich aktiv werden ohne Anstrengung,
  • Entspannungsbäder sowie Zärtlichkeit und Zuwendung Ihres Partners genießen,

steigern Sie die Fruchtbarkeit. Das wussten schon unsere Großmütter und reisten bei (noch) unerfülltem Kinderwunsch erst einmal für ein paar Wochen ins Moorbad. Bei ihrer Rückkehr wurden sie sehnsuchtsvoll vom Gatten erwartet ...