| Das Kind raubt mir den Schlaf! |
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Folgende Tipps und Informationen zum Thema Kinderwunsch sind Buchauszüge, die uns der Herausgeber, die Egmont vgs verlagsgesellschaft freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Das Kind raubt mir den Schlaf Kennen wir nicht alle dieses Bild? Das Baby liegt in seiner weißen Wiege und eine Spieluhrmelodie wiegt es sanft in den Schlaf. Die Mutter tippelt langsam auf Zehenspitzen aus dem Raum und geht erst wieder am nächsten Morgen hinein, um vorsichtig in die Wiege zu schauen, wo sich das Baby still mit dem Betrachten eines Mobiles beschäftigt. Ein Wunschbild! In der Realität wird die Mutter spätestens zwei Stunden, nachdem sie das Baby hingelegt hat, von einem gellenden Schrei aufgeschreckt. In der Realität schläft das Baby erst ein, nachdem Papa mit ihm eine halbe Stunde Auto gefahren ist. In der Realität wachen Babys auch schon mal jede halbe Stunde auf. In der Realität gibt es Kinder, die am liebsten von zwei bis vier Uhr nachts spielen. In der Realität bekommen Mütter auch tagsüber keinen Schlaf. Aber zum Glück geht auch das vorbei. Es ist nicht einfach, eine verständnisvolle Mutter zu sein, wenn man auf ausreichenden Schlaf verzichten muss. Vor allem ist es nicht einfach, sich selbst wohl zu fühlen, wenn die wichtigste Erholungszeit des Körpers und der Seele in winzige Häppchen zerstückelt wird. Auszug aus dem Buch Book not found Die Entwicklung des Schlaf-wach-Rhythmus in den ersten Lebensmonaten Um den Schlaf eines Säuglings besser zu verstehen, ist es hilfreich ein paar Dinge über die Entwicklung des Schlaf-wach-Rhythmus zu wissen. Schon in der Schwangerschaft entwickelt sich der Wechsel von Zeiten, in denen der Fötus wach ist und Zeiten, in denen er schläft. Ab der 30. Woche entwickeln sich die REM-Phasen, die Vorstufen des Träumens. Diese Phasen gehen mit fließenden Bewegungen einher, die wieder von einem Zustand abgewechselt werden, in denen der Fötus in sich versunken ist. Durch den Wechsel von Reizen und Ruhe kann das Nervensystem sich entwickeln. Ab der 36. Woche stellt sich der Schlaf-wach-Rhythmus ein. Jetzt überwiegen die ruhigeren Non-REM-Phasen. Der Fötus träumt nicht, sondern sammelt im Tiefschlaf Kraft. Gegen Ende der Schwangerschaft kann der wache Fötus auch Reize von außen wahrnehmen und verarbeiten. Er reagiert auf Musik, Bewegung und natürlich den Druck einer Hand auf dem Bauch. Da der Schlaf-wach-Rhythmus von Mutter und Fötus nicht ganz übereinstimmen, ist es nicht ungewöhnlich, wenn das Kind im Bauch gerade dann anfängt zu trommeln und zu tanzen, wenn die Mutter schlafen möchte. Das bedeutet aber nicht, dass es sich nach der Geburt an die gleichen Schlaf- und Wachzeiten hält. Nach der Geburt findet zunächst eine Fortsetzung des fötalen Schlafrhythmus statt. Die Säuglinge wachen alle zwei bis vier Stunden auf, bleiben dann eine halbe oder auch zwei Stunden wach, um dann wieder einzuschlafen. Im Durchschnitt schlafen sie in den ersten Lebenswochen 16 Stunden. Der Wechsel von Schlaf und Wachzeit ist in den ersten Wochen noch völlig unregelmäßig und unabhängig von Tag und Nacht. Gerade das ist natürlich eine Herausforderung für Mutter und Vater, die daran gewöhnt sind, tagsüber wach zu sein und nachts zu schlafen. Ursachen für Schlafprobleme Nach dem vierten Monat können die meisten Eltern aufatmen. Das Kind schläft jetzt häufig nachts acht Stunden am Stück durch. Trotzdem kommt es bis zum ersten Lebensjahr immer wieder zu Phasen von ein paar Tagen bis zu ein bis zwei Wochen, in denen Kinder nachts häufiger wach werden. Die Schlafprobleme im ersten Lebensjahr können verschiedene Ursachen haben:
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